1962 – 1987 / 25 Jahre Kraichgauschule

In den Jahren 1962 ‑ 1967 kam Jahr für Jahr fast ein gesamter Schuljahrgang zur Kraichgauschule hinzu, bis 96 Schüler in 4 Klassen (96:4= 24!!!) gefördert wurden.

Ab dem Jahre 1967 führte man die bis dahin der Volksschule unterstellten Sonderschulklassen als selbständige Schulart. Das Oberschulamt Karlsruhe beauftragte Sonderschullehrer Begero mit der Leitung der Schule. Gleichzeitig erfolgte seine Ernennung zum Rektor.

1970 gab es eine Krippenspielaufführung in der Nordstadthalle.

Zum Auf‑ und Ausbau der Kraichgauschule gehörte auch im August 1972 die Ernennung der Sonderschullehrerin Frau Plail‑Hochrhein zur Konrektorin an dieser Schule, wobei mit ihrer Ernennung vor allem auch die ambulanten Sprachheilkurse in unserem Raum eine besondere Bedeutung erlangten.

1974 wurde erstmals ein Schulchor gebildet.

Am 29.6.1974 gab es erstmals eine öffentliche Schulentlassfeier in der Eppinger Stadthalle.

Am 23.11.1974 gab es ein Konzert der Eppinger Chöre und Instrumentalgruppen in der Stadthalle, an der unser Schulchor mit mehreren Beiträgen vertreten war.

1974 wurde zum ersten Mal im Altersheim und in der Krankenstation des Seniorenstiftes vom Schulchor ein Adventssingen durchgeführt.

1974 gab es auch den ersten schulinternen ökumenischen Weihnachtsgottesdienst.

Der Aufbau der Kraichgauschule war allerdings lange noch nicht abgeschlossen, im Gegenteil, die umliegenden Volksschulen machten von dem Angebot der Sonderschule Gebrauch und meldeten verstärkt Schüler für diese Schulart.

image001Im Schuljahr 1974/75 unterrichtete man 252 Schüler in 14 Klassen, wobei zum Einzugsgebiet der Kraichgauschule neben Eppingen die Gemeinden Sulzfeld, Zaisenhausen, Kürnbach, Eichelberg, Tiefenbach, Landshausen, Elsenz, Adelshofen, Richen, Ittlingen, Stebbach, Gemmingen, Mühlbach, Kleingartach und Rohrbach gehörten. Dazu mussten oftmals Omnibusverbindungen wie die von Kürnbach, Eichelberg und Tiefenbach eingerichtet, bzw. die vor der Kreisreform noch nicht vorhandene Beziehung zu Kleingartach geknüpft werden.

Der Ausbau der Kraichgauschule Eppingen wäre ohne die an sie abgeordneten Grund‑ und Hauptschullehrer nicht denkbar gewesen, denn zu keinem Zeitpunkt standen genügend ausgebildete Sonderschullehrer zur Verfügung.

image002Die Kraichgauschule führte am 2.3.1975 zu Gunsten der Björn‑Steiger-Stiftung eine Wohltätigkeitsveranstaltung in der Stadthalle durch, die einen Reinerlös von 4.000 DM erbrachte. Die Schule erhielt als Anerkennung einen Anteilschein an einem Rufmelder der Rettungsdienststiftung.

Mit der Kreisreform im Jahre 1975 fielen die badischen Gemeinden weg, lediglich Sulzfeld schloss mit der Stadt Eppingen einen Vertrag, um auch weiterhin die Schüler in Eppingen unterrichten zu lassen.

Da Eppingen sich dem Kreis Heilbronn anschloss und damit 1975 württembergisch wurde, hatte die Schule von den weiter östlich gelegenen Gemeinden keine weiteren Schüler zu erwarten, da in den Orten Bad Rappenau, Schwaigern und Brackenheim bereits ausgebaute Lernbehindertenschulen bestanden und der Einzugsbereich damit in östlicher Richtung abgegrenzt war.

Bis zum Jahre 1983 besuchten allein von Kleingartach und der dort ansässigen Kinderheimat bis zu 50 Schüler die Kraichgauschule in Eppingen. Nachdem sich die Kinderheimat umstrukturierte und eine private Schule für Erziehungshilfe einrichtete, hat sich die Zahl der lernschwachen Kinder aus diesem Ortsteil erheblich reduziert.

Es bleibt noch zu erwähnen, dass sich mit dem Jahre 1975 und der damaligen Kreisreform auch ein Wechsel des Staatlichen Schulamts und des Oberschulamts verband. Das Staatliche Schulamt in Bruchsal, das Eppingen bis zum Jahre 1975 betreute, ging in dem Staatlichen Schulamt Karlsruhe auf. Von diesem Zeitpunkt an übernahm das Staatliche Schulamt in Heilbronn die Betreuung der Schulstadt Eppingen und als zuständiges Oberschulamt fungierte von da ab Stuttgart.

Im Mai 1975 gab es unter Mitwirkung des Kollegiums der Kraichgauschule den ersten Eppinger Schweinemai – ein Fest für die Lehrer aller Eppinger Schulen mit Programm und Tanz.

Am 20.6.1975 gab es die zweite öffentliche Schulentlassfeier, diesmal im evangelischen Gemeindesaal in der Ludwig-Zorn-Straße.

Den Aufbau neuer Klassen behinderten fehlende Lehrer und erhebliche Schulraumschwierigkeiten, so dass immer nur dann Klassen gebildet wurden, wenn die Zuweisung neuer Lehrer gesichert erschien. Die Schulraumnot vergrößerte sich so eklatant, dass man sogar die Keller‑ und Speicherräume in der Ludwig‑Zorn‑Straße 16, wie auch das nur 25 m2 große Lehrer- und Vorbereitungszimmer zu Klassenzimmern umfunktionierte. Deshalb sprach auch der damalige Schulamtsdirektor Hemberger aus Bruchsal von den "Katakomben" Eppingens.

image003Der zu dieser Zeit zuständige Bürgermeister Peuckert hat sich dieser Notsituation angenommen. Nachdem das Progymnasium Eppingen Vollanstalt geworden war und ein neues Gebäude erhalten hatte, sanierte die Stadt das Gebäude an der Kaiserstraße 2 mit einem Aufwand von fast 800.000 DM für die Kraichgauschule. Nunmehr ermöglichten 12 Klassenzimmer eine optimale Arbeit.

Noch fehlende weitere Klassenräume fanden sich in dem Gebäude der Ludwig‑Zorn‑Straße 16.

Nicht unerwähnt sollte bleiben, dass sogar Pläne für einen Neubau in der Talstraße vorlagen, die unter einem Dach 12 Klassenzimmer, die entsprechenden Fachräume und einen Gymnastikraum vorsahen. Die reinen Neubaukosten beliefen sich nach Schätzung der planenden Karlsruher Architekten Hoinkis auf etwa 5 Millionen DM ohne Grunderwerb. Wegen der hohen Kosten und der räumlichen Trennung der Lernbehindertenschule vom Schulzentrum nahm man nach längerer Überlegungsphase von diesem Projekt Abstand.

image005Ein großes Projekt war 1975 die Bemalung des Bauzaunes, der während der Schulhausrenovierung in der Kaiserstraße vor der Schule aufgestellt war. Der Zaun wurde aus den alten Türen des Schulhauses gebaut – die bemalten Türen diensten später noch oft als Theaterkulissen.

Der Weihnachtsgottesdienst 1975 wurde gemeinsam mit den Kindern der Schule für Bildungsschwache (Geistigbehinderte) durchgeführt – damals gab es eine solche Schule noch in Eppingen, Träger war die Lebenshilfe.

Am 5. September 1976 wurde das renovierte Gebäude mit einem großen Schulfest eingeweiht und mit einem "Tag der offenen Tür" der Bevölkerung zugänglich gemacht.

image008Das damalige Kollegium bestand aus 19 teilweise noch sehr jungen Lehrerinnen und Lehrern, wie das alte Foto zeigt.

Am 18.6.1976 gab es die dritte öffentliche Schulentlassfeier in der Stadthalle, diesmal mit der Theateraufführung von „Max und Moritz" von Wilhelm Busch.

Ab 1977 wurde die Schulentlassfeier nur noch schulintern begangen- der Aufwand für die öffentlichen Feiern war zu groß geworden.

image0101977 gab es einen schulinternen Zeichen- und Malwettbewerb anlässlich des 15-jährigen Bestehens der Schule. Aus den besten Schülerarbeiten wurde der Kalender „15 Jahre Sonderschule Eppingen" für das Jahr 1978 erstellt.

Alle eingereichten Schülerarbeiten wurden in einer Ausstellung im Dezember 1977 in der Schulaula gezeigt.

Das 15-jährige Jubiläum der Schule wurde erst am 2.6.1978 in der Eppinger Stadthalle gefeiert.

1978 begann auch das Sammeln alter Fahrräder, die dann in einer AG Fahrradtechnik fahrbereit gemacht wurden. Diese AG baute in all den folgenden Jahren aus etwa 127 gesammelten Schrotträdern image011insgesamt 24 fahrbereite Räder in unterschiedlicher Größe, außerdem 10 kleine Kinderräder, teilweise mit Stützrädern, und 3 Kinderroller. Sie schweißten auch mit Hilfe eines Schlossers 2 Tandems und ein Dreirad für einen körperbehinderten Schüler zusammen – alle wurden natürlich verkehrsicher ausgestattet! Aus dem Rest der Schrotträder wurde ein großes Ersatzteillager angelegt, so dass die Fahrradtechnik-AG immer wieder Teile austauschen konnte.

Am 26.6.1979 gab es für die Grundstufe und am 15.7.1979 für die Ober- und Mittelstufe ein gemeinsames Schülerkonzert aller Eppinger Schulen unter dem Motto „Schüler musizieren, singen und tanzen" – unsere Schule war mit mehreren Beiträgen vertreten. Der Erlös der Veranstaltungen ging an die Aktion Sorgenkind und der Lebenshilfe Eppingen. Das ZDF zeigte in seiner „Bilanz der guten Taten" einen Bericht von dem Eppinger Schülerkonzert.

1979 erhielten 6 Schüler unserer Schule einen Preis bei einem Aufsatzwettbewerb der Deutschen Bundesbahn anlässlich des Jubiläums „100 Jahre Kraichgaubahn Eppingen-Karlsruhe".

Im selben Jahr 1979 gingen 4 Hauptpreise des Wettbewerbes des Kreisjugendamtes Heilbronn mit dem Titel „Kennst du dein Jugendamt?" an Schüler der Kraichgauschule.

Die Kraichgauschule begann 1979 an den Adventsamstagen mit einem kleinen, jährlichen Verkaufsstand am Marktplatz mit dem Verkauf von selbst gebastelten Werkarbeiten, um Geld fürs Schullandheim zu verdienen – und war mit dieser Idee, der sich bald die Hauptschule und andere Schulklassen anschlossen, maßgeblich an der Entstehung des Eppinger Weihnachtsmarktes beteiligt, der offiziell zum ersten Mal 1985 begann. Bis zu unserem Umzug nach Elsenz waren wir regelmäßig jedes Jahr mit einem tollen Stand und einem vielfältigen Angebot am Weihnachtsmarkt der Stadt Eppingen vertreten.

1979 organisierte das Eppinger Jugendzentrum eine Konzertveranstaltung, an der unser Schulchor mit dem „Singspiel zur Weihnachtsgeschichte" teilnahm, das dann intern im Weihnachtsgottesdienst noch einmal gezeigt wurde.

Im Dezember 1979 beschloss der Eppinger Gemeinderat, nach dem Vorschlag des Kollegiums und der Schulkonferenz, unserer Schule den Namen „Kraichgauschule Eppingen" zu geben.

1980 gab es einen Malwettbewerb für die Ober- und Mittelstufe, es nahmen 70 Schüler und 3 Lehrer teil.

An einem Witze- und Sprüchewettbewerb machten 1980 immerhin 35 Schüler mit, auch da gab es tolle Preise.

Im Mai 1980 führte die Kraichgauschule für alle Schüler der Mittelstufe eine „Fußgängerralley" durch, es war ein Stadtgeländespiel mit heimatgeschichtlichem Hintergrund.

"Hätten Sie´s gewusst?"

Am 5.10.1980 beteiligte sich unsere Schule am „Eppinger Kirchweihfestumzug" als „Eppinger Mischtkrabben" (Kl.1-4), als „Mühlbacher Waldhasen (Kl.5), als „Rohrbacher Wicke-Wacke (Kl.6), als „Richener Speckfresser" (Kl.7+8) und als „Kleingartacher Revolutionäre" (Kl.9).
image013image015image017image019Im Advent 1980 verkauften die Schüler selbstgebastelte Weihnachtskarten und auch Weihnachtsschmuck und spendete den gesamten Erlös für Kinder in Kambodscha, die durch den grausamen Krieg ohne Eltern und oft auch selbst verletzt in Heimen leben mussten.

1982 veranstaltete das Kollegium einen Informationsabend für Eppinger Betriebe und die Öffentlichkeit zu dem Thema „Mut zur Ausbildung – auch für Sonderschüler". Es waren viele Betriebe vertreten, bei denen auch teilweise schon Praktikanten der Schule tätig waren.

Und gemeinsam mit dem Elternbeirat organisierte die Schule einen Vortragsabend mit dem Schulamtsdirektor H.Haas zum Thema „Förderung des lernschwachen Kindes und die voraussichtliche Entwicklung der Sonderschulen in Baden-Württemberg", an dem viele interessierte Bürger Eppingens teilnahmen.

1982 renovierten in einem Projekt Schüler Räume in der alten Gewerbeschule für die Einrichtung einer Schulküche.

image020Bei den Bundesjugendspielen 1982 kam es zu einem Fußballspiel Lehrer : Schüler, das die starke Lehrermannschaft klar für sich entschied.

Da in dem 1976 renovierten Schulgebäude keine Fachklassenräume zur Verfügung standen, schuf man im Jahre 1983 die Sonderräume, die die Kraichgauschule benötigte, in der Ludwig‑Zorn‑Straße 16, das in den zurückliegenden 100 Jahren überwiegend als Landwirtschaftsschule und Berufsschule ihre Zwecke erfüllte. Das Kellergeschoss nahm Werkräume und Maschinenräume auf und im Erdgeschoss baute man für die Hauswirtschaft eine neuwertige Küche ein, wobei das Speisezimmer gleichzeitig als Handarbeitszimmer diente. Daneben lag der Physik‑ und Chemiesaal mit Vorbereitungsraum. Im 1. Obergeschoss waren noch Klassenräume, der Musik‑ und Zeichensaal sowie ein Lehrerzimmer untergebracht. Im gut ausgebauten Dachgeschoss fand die Jugendmusikschule Eppingen ihr erstes Domizil, wobei in den Nachmittags‑ und Abendstunden auch die Räume in den unteren Geschossen, z. B. durch die Volkshochschule, mitbenutzt werden konnten.

1983 plante das Kollegium einen „Türkisch-deutschen Freundschaftstag", der gemeinsam mit türkischen Eltern nach vielen Arbeitsstunden bestens vorbereitet war. Anlässlich des grausamen Unfalltodes des Vaters eines türkischen Schülers wurde der Freundschaftstag auf unbestimmte Zeit verschoben – und fand später nie statt.

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1983 organisierte die Kraichgauschule in der Eppinger Bezirkssparkasse anlässlich des 80.Geburtstages des Teddybären eine eigene „Teddy-Ausstellung".

1985 beteiligte sich die Schule an der bundesweiten Hilfsaktion „Tag für Afrika" und spendete einen Erlös von 392 DM.

1985 beteiligte sich unsere Schule auch mit Schulchor und Tanz-AG am „Abend der Schulen" anlässlich der 1000-Jahrfeier der Stadt Eppingen.

Außerdem stellten wir mit der Gruppe „Stadtwappen und Wappen der Stadtteile die Nr.2 des Festzuges zur 1000-Jahrfeier.

image0221985 bauten Schüler im Rahmen eines Projektes im Schulgarten hinter dem Gebäude in der Ludwig-Zorn-Straße eine Gartenhütte mit einem Grillplatz.

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Ebenso wurde ein Fahrradschuppen gebaut, denn die vielen Räder der Fahrrad-AG mussten untergebracht werden.

Es gab immer wieder Klassen, die im Schulgarten ein Beet betreuten – und immer wieder von neuem gegen das Unkraut kämpften!

1985 startete der erste Eppinger Weihnachtsmarkt – natürlich war unsere Schule als ursprünglicher „Ideengeber" mit dabei und war mit Misteln, vielen Werkstücken aus Holz und zahlreichen weiteren Basteleien, gelegentlich auch mit selbstgemachten Würsten und gebackenen Weihnachtssachen in allen folgenden Jahren ein sehenswerter und bei vielen Besuchern sehr beliebter Stand!!

1985 wurde durch die AG Bauernmalerei ein alter Schrank zu einem „Krippenschrank" umgebaut und bemalt.

Mit einem Frühlingsfest wurden am 15.5.1986 die fertige Gartenhütte und der Grill eingeweiht.

1986 hatte die Schule einen Schulchor, drei Flötengruppen, eine Orff- und eine Gitarrengruppe!

In der Kraichgauschule wurde das Angebot der Sprachheiltherapie durch Frau Plail und weitere Kolleginnen in all den Jahren ebenso ausgebaut wie die Beratung, die Kraichgauschule wurde für viele Eltern Anlaufstelle bei Schulproblemen und Entwicklungsproblemen aller Art.

Dem Versuch, in "Vorschulklassen" noch nicht schulpflichtige oder schulpflichtige, aber zurückgestellte Kinder zu unterrichten, um hier die sprachlichen Mängel, vor allem bei Stammlern zu beseitigen, aber auch, um Entwicklungsrückstände aufzuholen, ließ das Schulgesetz leider keinen Raum.

Das Oberschulamt Stuttgart stoppte den trotzdem gestarteten Versuch der Eppinger Kraichgauschule nach etwa 3 Jahren, obwohl eine hohe Erfolgsquote und zufriedene Eltern für eine Fortsetzung des Versuches sprachen.

Im Jahre 1987 besuchten 52 Kinder und Schüler im Alter zwischen 4 und 8 Jahren den ambulanten Sprachheilunterricht.

Am 5. Februar 1987 sagte Herr Prändl vom Kultusministerium Stuttgart bei einem Besuch zu, dass an der Kraichgauschule eine Beratungsstelle für förderungsbedürftige und sprachbehinderte Kinder eingerichtet werden kann. Dies bedeutete eine Stärkung des ländlichen Raumes, denn dadurch konnten für viele Eltern weite Fahrten in die Beratungsstelle nach Heilbronn und Karlsruhe umgangen werden.

Eine wichtige Rolle in der Geschichte der Kraichgauschule spielte immer wieder der Versuch, den Anschluss an die Hauptschule nicht zu verlieren. So wurde immer wieder alljährlich angeboten, dass besonders fleißige und lernwillige Schüler an der Schulfremdenprüfung teilnehmen und so den Hauptschulabschluss erlangen konnten.

Noch 1972 mussten die Schüler dazu extra nach Mannheim fahren, anschließend fanden die Prüfungen in Heilbronn statt, zwischenzeitlich kann die Prüfung ‑ seit es die Hauptschulabschlussprüfung gibt ‑ an der Hauptschule in Eppingen abgelegt werden.

Eine lange Tradition hat auch der Versuch an der Kraichgauschule, möglichst frühzeitig für die Schüler den Kontakt zum Berufsleben zu knüpfen.

In den Klassen 7 und 8 wurden meist verschiedene Betriebserkundungen durchgeführt, in den Klassen 8 und 9 fanden Betriebspraktika statt, damit die Schüler Einsicht in den Ablauf eines Gewerbe- oder Handwerksbetriebs bekommen und schon frühzeitig praxisnah eine Vorbereitung auf ihr Berufsziel hin erfahren.

Diese betriebsnahe Orientierung der Schule setzt sich im neuen Unterrichtsfach „Beruf und Leben" heute ebenso fort wie in dem neuen Ansatz, an einem wöchentlichen Praktikumstag das Berufsleben kennen zu lernen. Ein neues Projekt ist auch der Werkstatttag für Schüler, die noch nicht ohne Probleme in einem Betrieb ihr Praktikum machen können. Sie können in besonderer Betreuung die Qualifikation für das Praktikum in einem Betrieb erwerben. Es wird neben dem Wochentagspraktikum aber auch weiterhin Betriebsbesichtigungen und Blockpraktika geben.

Auch am Vorlesewettbewerb des Deutschen Buchhandels nahmen Schüler der 6. Klassen alljährlich teil, wobei die Kraichgauschule mehrmals schon den Kreissieger stellen konnte. Leider wird der Vorlesewettbewerb für Lernbehindertenschulen nicht auf Landesebene weitergeführt, so dass bereits mit der Ermittlung des Kreissiegers dieser Wettbewerb für unsere Schüler beendet ist. Dies hat dazu geführt, dass unsere Schule oft gar nicht mehr teilnimmt.

Ein Schullandheimaufenthalt zählt für viele Klassen schon seit vielen Jahren zum selbstverständlichen Angebot, denn ein mehrtägiger Schullandheimaufenthalt bietet außer den wichtigen gemeinsamen und auch lehrreichen Erlebnissen oft bessere Erziehungsmöglichkeiten, als dies über Monate hinweg im Klassenzimmer der Fall sein mag.

Viele Jahre lang gab es auch an unserer Schule an Weihnachten, Ostern und zum Ende des Schuljahres schulinterne Gottesdienste, meist mit Chor, Flötengruppe und verschiedenen Beiträgen aller Klassen.

Arbeitsgemeinschaften als zusätzliches Lern- und Erfahrungsangebot gibt es an der Kraichgauschule schon seit vielen Jahren, die Angebote waren sehr vielseitig und werden Jahr für Jahr mit neuen AG's erweitert. So gab es schon Fußball, Tischtennis, Gymnastik, Volkstanz, Modern Dance, Fahrradreparatur, Englisch, Mofa-Führerschein, Spiel, Schach, Gartengestaltung, Tonen, Kochen, Backen, Briefmarken, Bauernmalerei, Glasmalerei, Seidenmalerei, Zeichnen, Maschinenschreiben, Werken, Theater, Schulzeitung, Inliner, Filmen, Basteln, Schwimmen, Wandern, Leichtathletik, Trommeln, Spielen mit Orffinstrumenten, Versuche in Physik, Computer, Computerführerschein, Zirkus und Zaubern und vieles andere.

Zum 25-jährigen Jubiläum 1987 gab es viele Veranstaltungen, mit denen wir unsere Schule feierten und präsentierten.

So gab es am 7.5.1987 eine große Ausstellung aus den Bereichen Bildende Kunst, Werken und Textiles Werken. Es wurde auch ein schuleigener Kalender herausgegeben – es war der zweite nach 1977.

Am 15.5.1987 wurde vom Kollegium eine Podiumsdiskussion zum Thema „Die Zukunft der Schule für Lernbehinderte im ländlichen Raum" veranstaltet, an der Prof. Kornmann aus Heidelberg, Prof. Sander aus Saarbrücken, Schulamtsdirektor Brauch aus Ludwigsburg, Schulamtsdirektor Hopfensitz aus Heilbronn und einige Rektoren anderen Sonderschulen teilnahmen.

Es gab auch am 16.5.1987 eine festliche Jubiläumsveranstaltung mit einem Programm, das alle Klassen mit ihren Lehrerinnen und Lehrern gestalteten. Außerdem gab es im Schulgarten und auf dem Sportplatz bei der Turnhalle im Rot ein großes Schulfest mit vielen Spielangeboten, Essen und Trinken. Es wurde ein Schulbaum im Garten gepflanzt, es gab einen Luftballonwettbewerb, Tanz, Film, Aerobic, Tombola und gemeinsames Singen.

Das Kollegium der Kraichgauschule Eppingen bestand im Jubiläumsjahr aus 7 Kolleginnen und 7 Kollegen.

Sie brachten eine Broschüre zum Jubiläum heraus, in der die Entwicklung der Schule und die Vielfältigkeit ihrer Angebote ausführlich dargestellt wurden. Der Titel der Broschüre ist bis heute Programm der Kraichgauschule geblieben: „Lasst uns doch Brücken bauen ..."

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